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Dicker heißt nicht besser
Eine weiche Matte dämmt Trittschall. Unter hoher Dauerlast ist genau diese Weichheit nicht gefragt. Die 4-mm-Bahn ist dasselbe Vlies, nur stärker verpresst.
Planung · DIN 4109
Für den Schallschutznachweis zählt der fertige Bodenaufbau. Beide Flüstermatten sind dasselbe Spezial-Polyestervlies: 8 mm weicher und leiser, 4 mm verdichtet und deutlich tragfähiger.
Im Planer festlegenPlaner
Bauteil, Last und Aufbauhöhe. Am Ende steht eine Empfehlung mit Ausschreibungstext und der Anfrage.
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Einordnung
In Ausschreibung und Baustellenpraxis entscheiden oft Aufbauhöhe und Dezibelwert. Beide sind wichtig. Ohne die Last auf der Fläche sagen sie über die richtige Matte wenig aus.
01
Eine weiche Matte dämmt Trittschall. Unter hoher Dauerlast ist genau diese Weichheit nicht gefragt. Die 4-mm-Bahn ist dasselbe Vlies, nur stärker verpresst.
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ΔLw beschreibt einen definierten Prüfaufbau. Der Wert der Geschossdecke und der Wert der Treppe lassen sich nicht gegeneinander rechnen.
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Wohnraum, Gewerbe oder öffentliches Gebäude: Bis 4 kN/m² trägt die 8-mm-Matte, darüber die 4-mm-Matte bis 10 kN/m².
Werkstoff
Der Unterschied entsteht beim Verpressen. Die 8-mm-Matte bleibt weich und nimmt mehr Trittschall auf. Die 4-mm-Matte wird steifer und trägt mehr Last. Beide Bahnen wiegen nahezu gleich viel.
Kennwerte
| Kriterium | 8 mm | 4 mm |
|---|---|---|
| Material | Spezial-Polyestervlies, weniger verdichtet | Spezial-Polyestervlies, stärker verdichtet |
| Dynamische Steifigkeit s′ | ≤ 8 MN/m³ ohne Trennlage | 28 MN/m³ |
| Trittschallminderung ΔLw | ≥ 28 dB ohne / 27 dB mit Trennlage | ca. 20–22 dB unter Estrich |
| Verkehrslast | bis 4 kN/m², etwa 400 kg/m² | bis 10 kN/m², etwa 1 t/m² |
| Treppe | kein Prüfnachweis | ΔLw = 32 dB im Treppenaufbau |
| Fußbodenheizung | geeignet, Heizebene im Estrich | geeignet, Heizebene im Estrich |
| Typischer Einsatz | Wohnbau, niedrige Aufbauten | Schwerlast, öffentliche Gebäude, Treppen |
| Bewertung | ETA-22/0600, EMICODE EC1 PLUS | Technisches Merkblatt, Prüfbericht Treppe |
| Rolle | 1,25 m × 28 lfm, Art. 2517 oder 2514 | 1,25 m × 28 lfm, Art. 2515 |
Die Werte gelten für den jeweils geprüften Aufbau. Auf Betondecken nennt das Datenblatt der 8-mm-Matte bis zu 27 dB, auf Holzbalkendecken bis zu 24 dB. Ein Kiwa-Aufbau mit Fermacell-Trockenestrich ist mit 29 dB dokumentiert. Keiner dieser Werte ersetzt den objektbezogenen Nachweis.
Einsatz
8 mm
Wohnungen, Häuser und Sanierungen mit geringer Aufbauhöhe. Hier zählt die Trittschallminderung bei moderater Nutzlast.
4 mm
Foyers, Schulen und Verwaltungsbauten mit Nutzlasten über 4 kN/m². Die steife 4-mm-Matte trägt bis 10 kN/m².
4 + 8 mm
Beide Matten sind leicht, ein Vorteil bei Holzbalkendecken mit knapper Tragreserve. Steigt die Last, fällt die Wahl auf 4 mm.
Sonderfall Treppe
Die 4-mm-Matte liegt lose auf der Betontreppe, darüber 200 μm PE-Folie, Dickbettmörtel und die Betonwerksteinstufe. Der Belag darf die Wand nicht starr berühren. Die Randfuge beträgt 5 bis 10 mm.
Prüfbericht MARTH-ISFT Nr. 22812-2, in Anlehnung an ISO 140-8, bewertet nach ISO 717-2. Für 8 mm gibt es diesen Treppennachweis nicht.
Normbezug
DIN 4109 bewertet nicht die Dämmmatte, sondern den bewerteten Norm-Trittschallpegel L′n,w des fertigen Bauteils. ΔLw ist ein Eingangswert für diese objektbezogene Berechnung.
L′n,w = Ln,w,eq − ΔLw + K
Ausgangspegel der Rohdecke minus Trittschallverbesserungsmaß plus Korrekturwert für Nebenwege.
Aufbau
Beide Matten geben unter Last bewusst nach. Zwischen Matte und Belag gehört immer eine feste Schicht: Zementestrich, Trockenestrich oder zwei versetzte OSB-Lagen. Direkt unter Parkett, Laminat oder Vinyl gehören sie nicht.
Produkte
Art. 2517
Geprüfte Trittschallbahn aus Spezial-Polyestervlies für schwimmende Estriche. ΔLw ≥ 28 dB im ETA-Prüfaufbau, Verkehrslast bis 4 kN/m², s′ ≤ 8 MN/m³. EMICODE EC1 PLUS, Sentinel Haus Institut.
Art. 2514
Dieselbe Bahn mit aufkaschierter PE-Folie und 10 cm Überlappung. Trittschallminderung 27 dB. Auf alten Dielen die Variante ohne Folie wählen.
Art. 2515
Bis 10 kN/m², s′ = 28 MN/m³. Unter Estrich etwa 20–22 dB, auf der Betontreppe ΔLw = 32 dB nach ISFT 22812. Kein ETA-Dokument.
Projektflächen
Die Flüstermatte wird dort relevant, wo Aufbauhöhe, Akustik und Dokumentation zusammenpassen: im Bestand, in der Kernsanierung und auf großen Flächen.

1.500 m²
Gemeinschaftswohnen Berlin

27.000 m²
Haus der Statistik

1.400 m²
Zinshaus Wien

1.700 m²
Münster

1.715 m²
Bingen am Rhein

1.750 m²
Oberhausen

1.330 m²
Alice Salomon Hochschule

1.400 m²
Schule in Graz
Fragen
Es beschreibt, um wie viele Dezibel eine Deckenauflage den Trittschall im genormten Prüfaufbau verbessert. Es ist kein bewerteter Norm-Trittschallpegel des fertigen Gebäudes.
Nein. DIN 4109 bewertet den fertigen Aufbau. ΔLw ≥ 28 dB ist ein geprüfter Eingangswert der 8-mm-Matte ohne Trennlage.
DIN 4109 beschreibt bauordnungsrechtliche Mindestanforderungen. VDI 4100 orientiert für vertraglich vereinbarte Schallschutzstufen.
Wenn die Nutzlast über 4 kN/m² liegt, die Treppe nachgewiesen werden soll, oder selbst 8 mm Höhe fehlen. Sonst bleibt 8 mm die bessere Wahl für DIN 4109.
Mit Trennlage: 27 dB und 10 cm Überlappung in einem Arbeitsgang. Ohne Trennlage: mindestens 28 dB und eine eigene PE-Folie. Auf alten Dielen immer ohne Folie.
Nein. Zwischen Matte und Belag gehört eine formsteife Schicht: Estrich, Trockenestrich oder zwei versetzte OSB-Lagen.
Ja. Beide Stärken liegen unter dem Estrich, die Heizebene darüber. Die Heizung ändert die Wahl der Stärke nicht.
Ja, die 4-mm-Variante. Im geprüften Aufbau unter Betonwerkstein beträgt ΔLw 32 dB. Randfuge 5 bis 10 mm. Für 8 mm liegt dieser Nachweis nicht vor.
Anfrage
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+49 8191 940 40-0
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Bayerisch. Traditionell. Flüsterleise.
Quellen